Osteuropa 2008 - Tag 1: Freienbach - Telfs

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Montag 30.6.2008
Endlich ging es los, ich startete im heimischen Hinwil und Zingg im heimischen Freienbach. Ich fuhr über Wetzikon und Effretikon nach Winterthur wo ich mir während dem Umsteigen ein kleines Frühstück besorgte. Am Bahnsteig angelangt wartete ich auf den verspäteten ICN aus Zürich und schaute derweil einer riesen Schulklasse zu wie sie sich mit Koffern durch eine Tür in einen RBe kämpfte - die Konsequenz für die S11 war 5min Verspätung. Der ICN mit dem Zingg drin kam dann und wir fuhren zusammen nach Frauenfeld zum Ilg. Theoretisch hätten wir mit dem Ilg-Taxi bis zu ihm fahren können, für gratis, aber irgendwie... Taxi, das passt nicht ;) So fuhren wir mit dem Bus in seine Nähe und liefen die letzten paar 100m noch. Bei ihm selbst hat dann alles prima geklappt und wir haben unseren super Chevy übernommen. Ein Tacuma, weiss und Ilg mässig ohne Extras, aber kein Jahr alt und erst mit knapp 23'000 auf dem Buckel. Die Rücksitze liessen wir bei ihm und fuhren sofort los in Richtung von meinem Zuhause. Nach einem Besuch bei der Bank und am Bahnhof ging es nur noch ans einräumen von meinem Krempel. Bereits jetzt weiss ich von mindesten zwei Dingen die ich vergessen habe ;) Nach meinem Einräumen fuhren wir noch kurz zum Jumbo-Markt um eine letzte Besorgung zu machen, z.B ein zweites Pannendreieck welches in Rumänien vorgeschrieben ist. Dann ging es nach Freienbach zum Zingg, seine Mutter hatte zum Mittagessen geladen, was von uns natürlich dankend angenommen wurde. Er packte seinen Krempel auch noch zusammen und nach einem abschliessenden Besuch im Seedamm Center (jeder SOB Fan kennt es ;)) ging es endgültig los. Aber nicht weit, bereits bei der ersten Raststätte fuhren wir raus und trafen den Wipf, er war per Zufall zur selben Zeit da "auf Arbeit" mit seinem LKW und wir haben uns ein wenig seine vorgeschriebene Pause vertrieben. Er musste weiter und wir wollten auch noch bis ins Pustertal kommen heute, so fuhren wir dann dem Walensee entlang bis nach Walenstadt, da schauten wir auf die Uhr und fuhren wieder runter von der Autobahn. Der letzte Europameister sollte nämlich in etwas weniger als einer Stunde kommen, den wollten wir uns in der Hoffnung auf etwas Spezielles noch geben, man weiss ja nie ;). Während der Warterei kam noch ein Güterzug mit einer grünen Re 6/6...
Re 6/6 der SBB zwischen Walenstadt und Flums


... und natürlich der erste zweite EC aus Wien, jedoch mit einer roten 4/4".
Re 4/4 II der SBB zwischen Walenstadt und Flums


Dahinter folgte der obligate IR
Re 460 der SBB zwischen Walenstadt und Flums


Der Europameister selber stellte uns dann auf die Probe, er kam mit knapp +20 und ebenfalls mit einer roten BoBo.
Re 4/4 II der SBB zwischen Walenstadt und Flums


Der Zeitplan war nun schon etwas Eng und das Pustertal noch weit. Weit kamen wir aber nicht, nur bis kurz vor Bludenz, wo wir erneut die Autobahn verliessen, um eine Fotostelle aufzusuchen. Der Transalpin war zwar schon durch aber ein Eilzug von Innsbruck nach Lindau sollte 10min nach unserem Eintreffen kommen. An der Stelle stand bereits einer mit welchem wir dann etwas ins Gespräch kamen. Der Eilzug, beim letzten Foto von ihm war es noch eine 1044 mit Fernverkehrswagen, bestand aus einem City Rüttler Steuerwagen voraus (schlimm). Ein Güterzug, ein ICE und ein Dosto später wollten wir eigentlich wieder ziehen, der Herr meinte aber, dass gleich die Lokführerscheinlok von hinten am Dosto kommen sollte. Also haben wir noch gewartet.
Baureihe 1116 "Taurus" der ÖBB zwischen Nenzing und Heimat


Baureihe 411 "ICE-T" der DB zwischen Nenzing und Heimat


Baureihe 1016 "Taurus" der ÖBB zwischen Nenzing und Heimat


ABER wie es so kommt, die Lok hing ausnahmsweise VOR dem Steuerwagen und kam so voll im Gegenlicht - vielen Dank! Es war dann nur noch 15min hin zum EC aus Graz, keine lange Zeit und der Zug ist immer nett lang, und was davor hängt, weiss man bei der Werbelokfülle in Österreich zur Zeit auch nie. Also warteten wir noch, aber auch dieser Zug hatte ordentlich Verspätung, +30 hatte er als er bei uns vorbei gefahren war. Dazu war mittlerweile auch noch die Sonne rum, so dass man das Foto gleich in die Tonne treten konnte. Es war nun schon kurz vor 19:00 und wir hatten Vorarlberg noch immer nicht verlassen. Über die Autobahn ging es bis kurz vor den Arlbergtunnel, aber nur bis kurz davor. Eine rote Ampel meinte uns aufhalten zu müssen. Sie wurde und wurde nicht grün und erst als 30min später ein Pannenfahrzeug in den Tunnel fuhr, wurde uns klar wo das Problem lag. Kurz darauf wurde es dann wieder grün und wir konnten weiter fahren in Richtung Tirol. Es war nun 20 Uhr und uns war klar, das Pustertal liegt zu weit weg. Kurz vor Innsbruck wollten wir die Nacht verbringen, in Telfs fanden wir dann nach wenig Sucherei ein nettes Hotel mit einem Restaurant unten drin, welches wir gleich nutzten um zu Speisen. Tiroler Hof hiess der "Schuppen", nicht schlecht, aber preislich eher im guten mittleren Sektor anzusiedeln ;)
Der Abend heute verging dann relativ gemütlich und schnell, nach der Dusche war bereits Bettruhe angesagt. Morgen wollen wir schliesslich noch weiter bis nach Slowenien.

(Text: Neel Bechtiger, Bilder: Pascal Zingg)

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