Balkantour 2009 - Tag 13: Pirot - Nis

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Freitag 17.07.2009: Pirot - Nis
(Text: Pascal Zingg; Fotos: Pascal Zingg, David Gubler, Neel Bechtinger)

Als wir heute Morgen aufwachten und den Blick gen Himmel wagten, mussten wir feststellen, dass er bedeckt war. Wir schliefen deshalb etwas länger und erschienen gegen neun Uhr zum Morgenessen. Auch wenn das Hotel hier in einem schrecklichen Zustand war, so konnte man wenigstens die Betten gebrauchen. Beim Morgenessen fiel uns dann auf, dass es Hochnebel hatte und sich dieser gerade am Auflösen war.
Als wir nach dem Morgenessen an die Strecke gingen, war das Wetter bereits gut. Wir fuhren runter nach Bela Palanka und warteten auf einen Güterzug, den wir dann hoch verfolgen wollten. Es bedurfte einiger Wartezeit, bis einer kam. Das Warten war dabei besonders unangenehm, denn es war mal wieder sehr heiss und drückend. Schliesslich kam aber doch noch eine 661 mit einer Ladung Sand angeschlichen.
661 157 der ŽS zwischen Niš und Bela Palanka


661 157 der ŽS zwischen Pirot und Bela Palanka




661 157 der ŽS zwischen Pirot und Bela Palanka


661 157 der ŽS zwischen Pirot und Dimitrovgrad
661 157 fährt mit ihrem Sand-Zug von Bela Palanka hoch in Richtung Dimitrovgrad

Wir verfolgten den Zug hoch und stellten fest, dass er hinter Pirot wohl in die Kreuzung gehen würde, denn nun war es Zeit für den Personenzug. Der IC hatte heute sogar drei Wagen, der Türke war aber wieder nicht dran.
JŽ 661 der ŽS zwischen Pirot und Dimitrovgrad
Eine weitere 661 mit dem Schnellzug nach Nis und Belgrad

Als dann der Güterzug wieder aus der Kreuzung schlich, war die Sonne bereits weg. Es war noch nicht mal Mittag, schon hatten sich riesige Gewittertürme aufgebaut und alles deutete auf Regen hin. Wir entschieden deshalb, runter nach Niš zu fahren. Unterwegs sahen wir bei einem Bahnhof eine offene Einfahrt, so standen wir mal hin. Wir warteten rund zwei Stunden, es kam aber nur ein Güter von hinten. Dann kam aber plötzlich Leben in die Bude, es wurde die Weiche an der Einfahrt auf Ablenkung gestellt, dies deutete auf eine Kreuzung des Personenzuges mit einem Güterzug hin. Ein Blick zum Himmel verriet, dass die Sonne wohl auch gleich kommen würde, also fix hingestanden. Kaum an der Stelle, kam auch schon der Zug, leider um Sekunden nicht im Licht.
661 157 der ŽS zwischen Pirot und Bela Palanka
Erneut kommt die 661 157, diesmal mit einem Kistenzug, leider um ein Haar nicht im Licht.

Nach diesem Frust fuhren wir dem Güterzug nach und konnten noch zwei Sonnenbilder machen.
661 157 der ŽS zwischen Pirot und Bela Palanka


661 157 der ŽS zwischen Pirot und Bela Palanka


661 157 der ŽS zwischen Niš und Bela Palanka
Der Zug auf dem Weg nach Bela Palanka, man beachte die Beulen auf der Front.

Danach fuhren wir nach Bela Palanka und warteten dort auf einen Regio. Dieser kam jedoch nicht, so sind wir nach rund einer Stunde am Bahnhof von Bela Palanka wieder abgerauscht. Es folgte nun die Hotelsuche in Nis:
Versuch 1: Ein Drei-Sterne-Hotel an der Nisava. Als wir die Lobby betraten stieg gerade die koreanische Volleyball-Nati in den Bus. Wir fragten nach dem Preis und fanden ihn mit rund 14'000 Dinar etwas hoch.
Versuch 2: Vier-Sterne-Hotel am Fluss. Die hatten keine Zimmer für uns, sagten sie zumindest.
Versuch 3: Drei-Sterne-Hotel im Zentrum. Der gleiche Siffbunker wie gestern *uahhhh* nein bitte nicht!
Weitere Hotels? Fehlanzeige! Wir irrten noch eine Weile durch die Stadt und fanden den Autopark. Dort können Fahrschüler einen Parcours abfahren. An alles haben die dort gedacht: Ampeln, Zebrastreifen, Kreisel, ja sogar Schlaglöcher findet man dort *smile*! Als wir genug vom Rumirren hatten, fand David plötzlich ein Hotelschild, wir schauten es uns an und fanden ein sehr preiswertes Hotel vor (Hotel Konstantin). Nachdem wir eingecheckt hatten, gingen wir dann noch schnell in die Stadt zum Essen. Es war dies übrigens die erste Stadt mit dem berühmten M.
Als wir zum Auto zurückkehrten, mussten wir feststellen, dass wir falsch geparkt hatten, bzw. per SMS ein Ticket hätten lösen müssen. Man stelle sich das mal vor, Parkticket per SMS, tönt recht fortschrittlich, doch was macht man als Touri? Wir wussten ja nicht mal die Landesvorwahl! So hatten wir dann eine Parkbusse an der Scheibe.
Niš
Unser Souvenir aus Nis: Eine Parkbusse

Wir steckten das Ding ein und fuhren zurück ins Hotel, welches wirklich gemütlich war. So gemütlich, dass wir uns entschlossen, nochmals einen Tag in Niš zu verbringen. Morgen wollen wir deshalb die Strecke nach Zajecar und Belgrad unsicher machen.

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Tag 12: Fushë Glavnik - Pirot